Aktionstag 2016

Der 28.06. 2016 stand für 2 Klassen des Gymnasiums St. Pölten ganz im Zeichen des Sparkling Science Projekts Traisen.w³. Gemeinsam mit den ForscherInnen der Universität für Bodenkultur erkundeten sie den im Rahmen des LIFE+ Projekt Traisen erst kürzlich fertig gestellten Mündungsbereich der Traisen in die Donau. Thomas Kaufmann, der verantwortliche Ökologe des Projektteams und Helmut Wimmer von der Verbund AG führten die Gruppe vom Kraftwerk Zwentendorf aus durch das Projektgebiet bis zur Traisenmündung. Sie erklärten den SchülerInnen die ökologische Bedeutung des Projekts und berichteten von den Herausforderungen im Rahmen der Bauarbeiten.

Ein besonderes Problem und damit wichtiges Thema in diesem Abschnitt ist das Neophyten-Management. Thomas Kaufmann erklärte, dass Neophyten nicht heimische Pflanzenarten sind, welche meist als Zierpflanzen oder als Samen in Schiffsladungen mit anderen Gütern nach Europa eingeführt wurden. Sobald diese Pflanzen verwildern, breiten sie sich aufgrund fehlender Konkurrenz unter den heimischen Pflanzen und besonderer Ausbreitungsstrategien schnell aus. Speziell an Flächen, wo noch keine Pflanzen wachsen, wie beispielsweise neu geschaffenen Flussufern, bilden die Pflanzen sehr dichte Bestände. So können wichtige heimische, standorttypische Pflanzen, wie beispielsweise Weiden, nicht aufkommen.

Um nicht nur auf der theoretischen Ebene zu bleiben durften die SchülerInnen auch aktiv mitwirken: jede(r) sollte so viel Drüsiges Springkraut (das ist ein Neophyt, der in diesem Abschnitt besonders stark wuchert) ausreißen. Bei so vielen fleißigen HelferInnen kam da eine ganz schön große Menge zusammen. Die SchülerInnen konnten also an diesem Tag nicht nur Einiges dazulernen sondern auch einen kleinen Beitrag für das LIFE+ Projekt Traisen leisten.

  • Traisenmündung
  • Erklärungen zum LIFE+ Projekt
  • Neophyten-Management